Betway – Die Neuigkeiten auf einen Blick

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Vor einigen Monaten war Betway, das Online Casino und Wettanbieter, in der Presse. Dabei ging es um einen Skandal bezüglich der Lizenz. Nun möchten wir nochmals darüber berichten.

Was genau ist bei Betway vorgefallen?

Die Glücksspielkommission, die unter Beschuss geraten ist, weil sie zu nachsichtig war, sagte, ihre Untersuchung habe ergeben, dass Betway 5,8 Millionen Euro durch das Unternehmen fließen ließ. Ein Teil dieses Geld ist nicht nachvollziehbar und es ist nicht klar, ob es sich hier nicht um gestohlenes Geld handelte.

Die Glücksspielkommission sagte, Betway habe sich im Umgang mit sieben Kunden als "unzulänglich" erwiesen und sei seinen Verpflichtungen zur Verhinderung sowohl von Geldwäsche als auch von problematischem Glücksspiel nicht nachgekommen.

Während das Strafpaket von 11,6 Millionen Euro ein Rekord ist und die 7,8 Millionen Euro, die das Online-Casino 888 im Jahr 2017 zahlte, in den Schatten stellt, entschied sich die Kommission trotz einer langen Liste von Versäumnissen des Unternehmens, ihre Macht nicht zu nutzen, um die Betriebslizenz von Betway auszusetzen oder zu widerrufen.

Betway akzeptierte 8 Millionen Euro an Einzahlungen über vier Jahre von einem Kunden, der 4 Millionen Euro verlor und dessen Konto 20 Mal als potentielles Risiko markiert wurde. Bei jeder Gelegenheit akzeptierten die Mitarbeiter das Wort des Spielers als Beweis für ihre Geldquelle. – Das verstößt eigentlich gegen jede Lizenzauflage und deswegen wird der Anbieter jetzt zur Verantwortung gezogen.

Was hat der Anbieter sich noch zu Schulden kommen lassen?

Ein anderer Spieler zahlte 1,6 Millionen Euro ein und verlor über drei Jahre mehr als 700.000 Euro, obwohl er arbeitslos war. Betway verließ sich auf ungeprüfte und "Open Source"-Informationen als Beweis dafür, dass der Spieler sich dies leisten konnte.

Es akzeptierte auch 494.000 Euro von einem Kunden, der 11 verschiedene Konten bei der Firma hatte und sich zuvor an die Mitarbeiter wendete, um sich selbst vom Glücksspiel auszuschließen, eine Maßnahme, die Menschen angeboten wurde, die mit Sucht zu kämpfen hatten.

"Betway konnte keine Beweise dafür vorlegen, dass Interaktionen mit diesem Kunden im Rahmen der sozialen Verantwortung durchgeführt wurden", sagte die Kommission und machte systemische historische Fehler des Unternehmens dafür verantwortlich.

Was sollte man über die Lizenz-Situation wissen?

Glücksspielunternehmen müssen als Bedingung für den Erhalt ihrer Lizenz überprüfen, wie Spieler ihre Wetten finanzieren. Das sagte die britische Labour-Abgeordnete Carolyn Harris: "Wie ausbeuterisch muss ein Glücksspielunternehmen sein, bevor die Glücksspielkommission ihre Lizenz aussetzt?“

Nicht alle sind dem Glücksspiel also positiv gestimmt und es fallen Aussagen wie: "Die Branche ist moralisch bankrott, die Glücksspielkommission ist mitschuldig, und beide sollten besorgt sein, dass ihre Fähigkeit, auf diese Weise zu arbeiten, schnell zu Ende geht.“ Das sind harte Worte gegen die Unternehmen, aber anhand der aktuellen Vorkommnisse gar nicht unverständlich. In einem anderen Kommentar war die Rede davon, dass Anbieter „wenig Rücksicht auf das Wohlergehen seiner VIP-Kunden oder die Auswirkungen auf die Menschen um sie herum“ genommen wird.

Was sagt Betway selbst dazu?

Anthony Werkman, CEO von Betway, sagte, das Unternehmen habe keinerlei Interesse, von gestohlenen Geldern zu profitieren, und man habe die Systeme nun verbessert und das VIP-Programm eingestellt. Er sagte: "Betway übernimmt die komplette Verantwortung für die geringe Anzahl von Fällen.“ Man habe bei der Untersuchung voll und ganz mitgearbeitet und man will weitere proaktive Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass alle Empfehlungen und Auflagen umgesetzt werden.

Übrigens ist die Strafe, die Betway zahlen musst, die höchste, die jemals von der Kommission verhängt wurde und kommt zu einem, für die Glücksspielindustrie, sensiblen Zeitpunkt.

Welche Konsequenz sollte man als Spieler ziehen?

Auch bei diesen negativen Schlagzeilen sollte man klar differenzieren. Denn bei dem Fall von Betway geht es um nur sieben Spieler, bei denen nicht ausreichend geprüft wurde, wie diese sich das Glücksspiel leisten konnten. Man muss den Fall also im Verhältnis sehen, denn insgesamt hat der Anbieter Millionen Kunden, bei denen es nie zu Problemen kam.

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